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  • AutorenbildJörg Schilauske

Digitale Volumentomographie - modernste Röntgentechnik für unsere Patient*innen

Aktualisiert: 30. Okt. 2023


Kennen Sie schon die digitale Volumentomographie? Mein Kollege Daniel Rovers durfte sich letztes Jahr in der Praxis eines Kollegen von der Qualität dieser hochmodernen 3D-Röntgentechnologie selbst überzeugen und war begeistert. Per so genanntem Cone-Beam CT (CBCT) werden in Sekundenschnelle hochauflösende 3D-Aufnahmen von Extremitäten oder der Halswirbel angefertigt - in der Qualität der Aufnahmen vergleichbar mit einer Computertomographie - doch mit einer deutlich geringeren Strahlenbelastung.



 

Hochauflösende Bildgebung bei geringer Strahlenbelastung

 

Schnell stand für uns fest: diese diagnostische Möglichkeit möchten wir unseren Patienten auch anbieten. Sechsstellige Investitionskosten und die Zeit für die notwendige Weiterbildung in der CBCT-Bildgebung investieren wir gerne, um zukünftig noch schneller und besser Diagnosen stellen zu können. Denn umso eher die richtige Diagnose gestellt ist, desto eher können unsere Patienten mit der passenden Therapie beginnen, um schnell wieder gesund ihren Alltag zu bestreiten.


Wir freuen uns sehr, ab März 2023 die digitale Volumentomographie in unserer Praxis im täglichen Einsatz zu haben.

 

In welchen Situationen kommt das DVT bei uns zum Einsatz?

 

Ob bei Arthrose, Frakturen, zur Lagebeurteilung von Implantaten oder zur prä- und postoperativen Planung - die Einsatzmöglichkeiten des CBCT sind vielfältig. Bei unserer Behandlung steht die Gesundheit unserer Patienten an oberster Stelle: so wägen wir sehr sorgfältig ab, bei welchen Beschwerden die Röntgendiagnostik und eine damit verbundene Strahlenbelastung nötig und sinnvoll ist, weil wir mit der Bildgebung einen echten Mehrwert zur Indikationsstellung erhalten.



Im Bereich der Fuß-, Knie- und Sprunggelenksdiagnostik bringt die digitale Volumentomographie den Vorteil, dass Aufnahmen sogar unter Gewichtsbelastung möglich sind, unsere Patienten also mit ihrem ganzen Körpergewicht auf den belasteten Gelenken stehen können, während die Aufnahmen gemacht werden. So können wir die Gelenke in ihrer tatsächlichen Alltagsbelastung aufnehmen und wichtige Informationen zum Beschwerdebild erhalten. Vor allem die Auswirkungen von Fehlstellungen, Bänderrissen oder knöcherne Fehlstellungen werden bei Aufnahmen im Liegen (wie z.B. im MRT, klassischen Röntgen oder normalen CT) nicht oder nur unzureichend dargestellt. Zusammen mit gegebenenfalls weiteren diagnostischen Möglichkeiten wie der digitalen Fußdruckmessung oder einer Ganganalyse können wir die individuell passende Therapieentscheidung bei Erkrankungen der unteren Extremitäten gemeinsam mit unseren Patienten treffen.


Auch bei der Beurteilung der Lage von Implantaten oder Prothesen liefert die digitale Volumentomographie uns hervorragende Informationen, da sie im Vergleich zum MRT deutlich weniger Bildstörungen (so genannte "Artefakte") durch den in den Implantaten enthaltenen Metallanteil aufweist, welche die Auswertung der Bilder erschweren.


Echte Mehrwerte können wir bereits jetzt auch in der OP-Planung und -Kontrolle feststellen. So können wir unsere Patienten nach Arthodesen (Versteifungen) oder nach Einbau einer Prothese auch unter Belastung untersuchen und wertvolle Informationen über den Operationserfolg gewinnen. Vor allem auch bei einer Korrekturosteotomie sind die Aufnahmen unter Gewichtsbelastung für den Operateur in der Operationsvorbereitung überaus hilfreich.


 

Bewährte Methode mit neuem Einsatzgebiet

 

Während die digitale Volumentomographie in der HNO, Zahnheilkunde und Kieferchirurgie bereits zum etablierten Standard mit entsprechenden wissenschaftlichen Diagnosestandards gehört, ist die Orthopädie ein noch vergleichsweise "junges" Einsatzfeld dieses modernen und patientenfreundlichen Bildgebungsverfahrens. Während die meisten privaten Krankenversicherer den wissenschaftlichen und diagnostischen Mehrwert der Bildgebung mittels DVT anerkennen, tun sich die gesetzlichen Kostenträger noch schwer damit. Sie warten derzeit noch auf die Ausarbeitung der Richtlinien für die Anwendung der DVT-Diagnostik durch die orthopädischen Fachgesellschaften.


Selbst die Berufsgenossenschaften erkennen zumindest an, dass "bei besonderen Fragestellungen, wenn konventionelle Röntgenaufnahmen für eine Beurteilung nicht ausreichend sind, kann die DVT im Einzelfall eine alternative radiologische Untersuchung zum CT darstellen, zum Beispiel bei Aufnahmen zur Analyse von Frakturen an peripheren Gelenken oder bei der dreidimensionalen Bildgebung an der belasteten unteren Extremität" (Rundschreiben D7/2021 der DGUV, Landesverband Nordost).


Uns selbst hat der Unterschied in der Bildgebung und der damit verbundenen Möglichkeiten für unsere Diagnosestellung jedoch restlos überzeugt. Selbst als Laie sind die Unterschiede zum herkömmlichen Röntgen leicht zu erkennen:




Dank der 3D-Bildgebung konnten wir bereits bei einem der ersten Einsätze in unserer Praxis z.B. einen knöchernen Ausriß der Quadrizepssehne bei einem Patienten entdecken, der auf den vom Patienten mitgebrachten 2D-Röntgenbildern nicht sichtbar war.


Wir sind auf jeden Fall sehr froh, unser diagnostisches Spektrum um eine weitere hochmoderne Möglichkeit erweitert zu haben, und bieten unseren Patienten daher die DVT-Bildgebung als Privat- oder auch Selbstzahlerleistung an, sofern es für die Diagnose medizinisch notwendig und sinnvoll erscheint.


Die Entscheidung, welche diagnostischen Verfahren genutzt werden, trifft natürlich weiterhin nur einer: unser Patient!


Wenn Sie Fragen zum DVT haben, sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

Ihr Jörg Schilauske



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